Unser politisches Programm für Thüringen

Unserer Umwelt zuliebe!

4.Umweltschutz ist und bleibt Heimatschutz



Wandern, Rad fahren, Wintersport, die Natur und die erfrischende, wohltuende Luft genießen. Das verbinden viele Einheimische und Touristen mit dem Freistaat Thüringen. Der Rennsteig und die Höhenlagen des Thüringer Waldes sind untrennbar mit dem "grünen Herzen Deutschlands" verbunden. Die Erhaltung und der Schutz unserer Pflanzen- und Tierwelt liegen unserer Partei sehr am Herzen.

4.1 : Wir kämpfen für den engagierteren Einsatz zum Schutz der Thüringer Wälder, welche sowohl touristisch anziehend, als auch Lebensraum der einheimischen Wildtierpopulationen sind.

Hierbei ist es wichtig, vermehrt Mischwälder statt schnellwachsender Monokulturen anzulegen. Forstwirtschaften, die diese Art des Holzanbaus betreiben sollen auch als solche gekennzeichnet und vorrangig gehandelt werden. Wir fordern das Entstehen von Urwäldern auf mindestens 5% der Thüringer Waldflächen um das Fortbestehen seltener Tier- und Pflanzenarten zu sichern.

4.2 : Der Rückbau in den Urzustand und Schutz von Flüssen und Seen vor Verschmutzung müssen essentieller Bestandteil der Politik zum Umweltschutz sein.

Wir fordern daher Sickergruben zum Grundwasserschutz, vermehrte dezentrale Abwasserklärung, Begrenzung in Menge und Art von Pesti- und Fungiziden sowie die staatliche Förderung von privaten und staatlichen Projekten zur Reinigung von Flüssen und Seen. Des Weiteren bestehen wir darauf, dass Quellen und Flüsse weiterhin im Besitz der Allgemeinheit verbleiben. Eine Privatisierung lehnen wir entschieden ab.

4.3 : Die Artenvielfalt der heimischen Wildtiere ist zu erhalten, Schutzzonen für Rot- und Damwild sowie den sich wieder ansiedelnden und vermehrenden Wolf in den Thüringer Wäldern.

Die Behandlung von Wildbeständen als Sache ist aufzugeben. Tiere, egal welcher Art, sind lebende und fühlende Wesen und als Solche zu behandeln. Das Eigentumsrecht an Wildtierbeständen ist zu überprüfen und unter staatliche Aufsicht zu stellen. Wir stehen für ein Verbot von Freizeitjagden zum reinen Vergnügen. Die Jagt sollte nur bestellten Fachleuten zum Sichern des gesunden Fortbestandes der Arten überlassen werden. Konsequente Anwendung des Strafgesetzbuches um Jagd- und Fischwilderei abzustrafen. Die Haltung und Vorführung von Wildtieren aus fremden Klimazonen in Zirkussen ist zu verbieten, da ein artgerechtes Leben für diese Tiere in unseren Breitengraden unmöglich ist.

4.4 : Die Überwachung und Regulierung der Haltung und Schlachtung von Nutztieren ist in Zeiten des Massenkonsums unumgänglich.

Hier sind Tierrechte als gesetzliche Haltungsgrundlage unumgänglich. Wir stehen für ein Klagerecht für Tierschutzvereine, welches bundesweit zur Anwendung kommen muss. Fleisch als Billigprodukt ist aus den Regalen der Verkaufsstätten zu verbannen, die Einfuhr von tierischen Lebensmitteln ist auf ein notwendiges Minimum zu begrenzen. Eine Abkehr von der Massentierhaltung ist daher nicht nur aus tierrechtlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen zu realisieren. Die Vergabe von Antibiotika an Nutztiere ist ausschließlich von Veterinärmedizinern bei Notwendigkeit vorzunehmen, eine vorsorgliche Behandlung ohne wichtigen Grund lehnen wir strikt ab. Wir fordern ein Verbot der Gentechnik in der Fleischproduktion. Tierquälerei, wie das Töten von Nutztieren durch Schächten aus religiösen Gründen ist per Gesetz zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Das Recht des Tieres auf einen schmerzlosen, schnellen Tod ist über das Recht zur freien Ausübung von Religionen zu setzen.

4.5 : Wir fordern allumfassende gesetzliche Regelungen zur Haltung von Haustieren.

Eine Registrierungsstelle für sämtliche, privat gehaltene Tiere aller Arten ist einzurichten. Die Gesetze zum Tierschutz sind um Klauseln zur regelmäßigen Vorführung bei Tierärzten, zur Grundimmunisierung des jeweiligen Tieres und der fachgerechten Bestattung verstorbener Haustiere zu erweitern. Die Beschränkung von Tierversuchen auf eng notwendige medizinische Zwecke ist seit Jahren überfällig. , Eine personelle Aufstockung von Veterinärämtern mit qualifizierten Fachleuten und bessere Schulung der Mitarbeiter zur Überwachung der Haus- und Nutztierhaltung ist unumgänglich. Tierschutzvereine und private Tierschützer sind noch enger in die Arbeit der Ämter einzubeziehen und zu fördern. Wir stehen für die Abschaffung der Hundesteuer auf kommunaler sowie Bundesebene, da eine solche Erhebung nicht mehr zeitgemäß ist. Der Hund gilt vermehrt als Sozialpartner und Familienmitglied und darf als Solches nicht mehr separat steuerlich erhoben werden.
Alle "Listen potentiell gefährlicher Rassen" sind abzuschaffen. Die Gefährlichkeit eines Hundes liegt nicht in seiner Rasse und Züchtung begründet, sondern einzig und allein in seiner Erziehung. Von da her fordern wir die Einführung einer generellen Hundehalter- Eignungsprüfung, unabhängig von Rasse und Größe des Hundes. Die Abgabe von Hunden, Katzen, Vögeln und Kleintieren aller Art in Haushalte, welche bereits durch Verfehlungen im Umgang mit Solchen aktenkundig geworden sind, ist ausschließlich unter Auflagen, welche zu überwachen sind, zu gestatten.

Unsere Partei fordert die volle Härte des Gesetzes zum Abstrafen von Tierquälern und "Animal Hordern". Das Strafmaß ist zu verdoppeln.

4.6 : Die Regierung ist angehalten, Waren- und Güterverkehr vermehrt auf Wasserwegen und Gleisen stattfinden zu lassen um die Belastung der Umwelt durch den Ausstoß von Abgasen auf Deutschlands Straßen zu vermindern.

Die Partei DIE RECHTE setzt sich für verstärkte Forschung und gesetzliche Rahmenbedingungen zur Reduktion von Emissionen in allen Bereichen der Wirtschaft sowie im Straßenverkehr ein. Wir befürworten den Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln und Schienennetzen bei erhöhter Wirtschaftlichkeit. Wir fordern eine umfassende Medienkampagne zur Vermeidung von unnötigem Abfall in der Industrie und in privaten Haushalten. Die stufenweise Abschaffung von schwer kompostierbarem Plastik als Verpackungsmaterial muss zum Schutze der heimischen Umwelt vorangetrieben werden.
Natürliche und wiederverwertbare Rohstoffe können Plastik schon längst ablösen, sind aber in der Verarbeitung noch sehr Kostenintensiv. Hier gilt es, an günstigen Produktionsstandarts zu forschen.



vorheriger Programmpunkt


nächster Programmpunkt



Gesamtes Programm zum Ansehen und Herunterladen